Archiv der Kategorie: Software

Favicons für den Bookmark-Toolbar des Firefox unter Mac OS X

In der Mac OS X Version von Firefox fehlen die Favicons im Bookmark-Toolbar. Das sollte wohl mehr „Mac-like“ aussehen. Die Favicons sind aber sehr praktisch und ich wollte die gerne wiederhaben. Zum Glück kann man die Oberfläche von Firefox über CSS anpassen. Dazu gibt es sogar ein Add-On namens „stylish“ und passende „styles“ dazu. Sogar für das beschriebene Problem gibt es einen: Mac bookmark toolbar favicons. Ich hatte den längere Zeit im Einsatz, störte mich aber zunehmend an einem Flackern beim Scrollen, das ich auf stylish zurückführen konnte. Außerdem zeichnet mein Firefox zunehmend für hohe CPU-Belastung verantwortlich, weshalb ich alle überflüssigen Add-Ons entferne. Es geht nämlich auch anders:

Einfach selber ein paar Zeilen CSS-Code in die Datei userChrome.css einbauen (die ggf. noch angelegt werden muss). Ich habe mir das so angepasst (ausgehend von dieser Quelle):

/* Favicons im Bookmark-Toolbar anzeigen, 16x16 Pixel */
.bookmark-item > .toolbarbutton-icon {
width: 16px !important;
height: 16px !important;
display: inline !important;
}
/* Abstand des Icons zum nebenstehenden Text vergrößern */
.bookmark-item * .toolbarbutton-text-shadow ,
.bookmark-item * .toolbarbutton-text {
margin: 0 0 0 4px !important;
}

Das klappt einwandfrei und beeinträchtigt auch nicht die Performance. Die userChrome.css liegt im bzw. gehört ins Verzeichnis „chrome“ des Firefox Profils, unterhalb von ~/Library/Application Support/Firefox/Profiles. Einfach das dort liegende Beispiel umbenennen und anpassen.

Mp3 ID3-Tags aus Dateinamen füllen

Hat man ein Bündel ordentlich benannter Mp3-Dateien, die aber ohne ID3-Tags daherkommen, steht man nach dem Import in iTunes vor dem Problem, diese erstmal wiederzufinden und zu einem ordentlichen Album zu gruppieren. Da bietet es sich an, die ID3-Tags aus dem Dateinamen automatisch zu füllen. Fast perfekt beherrscht diesen Job TriTag, eine Software (Postcardware), die genau zu diesem Zweck entwickelt wurde. Einfach fragliche Dateien per Drag-and-Drop in das Tool ziehen, ein Muster á la „%n. %a – %s“ vorgeben, Preview kontrollieren und „Apply“ drücken – fertig! Alle zum Muster passenden Dateien verschwinden aus der Liste – daher emfiehlt es sich bei heterogenen Listen mit dem komplexesten Muster anzufangen. Kleinigkeit zu beachten: Dateiendung MP3 (großgeschrieben) kann das Tool nicht richtig verarbeiten. Nach Umbenennen der Problemfälle klappt es aber einwandfrei. Fazit: Empfehlenswert.

Wäre allerdings noch schöner, wenn Apple dieselbe Funktion in iTunes integriert hätte. iTunes kann im Moment nicht mal den Dateinamen und Dateipfad in der Liste anzeigen, geschweige denn danach sortieren.

Digitalfotos retten mit Klix

Ein lieber ungenannt bleiben wollendes Mitglied meines Haushalts löschte gestern versehentlich alle Fotos von der Digitalkamera – bevor sie gesichert waren. Fotos von mehreren Wochen futsch. Und dann noch ein paar neue geknipst und die FAT ein bisschen durcheinander gebracht. Damit war klar, womit ich den Abend am Mac verbringe: Daten retten.

Leider sackte die Laune erstmal nach unten, weil ich einige Tools ohne Erfolg durchprobiert habe. Angefangen mit der Freeware Exif Untrasher, dann Photorescue, File Juicer und FileSalvage – alles Fehlschläge in meinen speziellen Fall. Letzter Versuch, kurz vorm Aufgeben, war dann Klix. Das Tool brauchte dann vielversprechend lange (bei Direktzugriff auf die SD-Karte). Und heute morgen: alle verloren geglaubten Fotos waren in der Thumbnail-Ansicht wieder da. Mit der Demo-Version kann man netterweise sogar ein einzelnes Bild wiederherstellen. Das funktionierte.

Daher habe ich die Software heute gekauft: Klix: JPEG Recovery, Image Recovery, Lost Picture Recovery Software für PC & Mac. Kosten: $22.47 (regulär $29.95 – aber ich konnte hier noch eine Promotioncode auftreiben – „PRO247“ – der zwar abgelaufen sein sollte, aber doch noch funktioniert hat). Die längliche Prozedur mit via Lizenzschlüssel aktivierter Software wiederholt, brachte dann das erhoffte Resultat: alles gerettet. Danke, JoeSoft.

Nebenbei: ein Segen für die ganze Aktion war, dass auf dem Mac Software nicht sytemverschmutzend installiert werden muss, bevor man sie einsetzt. Es gibt auch meist kein Installationsprogramm, sondern einfach ein Diskimage (*.dmg), das durch Doppelklick einfach gemountet wird. Vom Image kann dann direkt das Tool gestartet und ausprobiert werden.

Apple Mail zeigt Google Mail mit IMAP

Googlemail IMAP in Apple Mail
Googlemails IMAP in Apple Mail

Schön, dass Google und Apple sich gut verstehen. Seit neustem kann man seine Google-Mail auch in Apples eigenem Mail-Programm anzeigen – und zwar als IMAP, d.h. die Mails bleiben auf dem Google-Server, können aber in der Google-Struktur direkt im Apple Mail angezeigt werden. Habe es gleich ausprobiert, funktioniert, sehr schön. Die Konfiguration ist mit Googles Anleitung ganz einfach.

Nur ist nicht ganz klar, wie man das jetzt nach Googles Konzept bedienen soll. Wie kann man eine Mail „archivieren“, wie „taggen“? Und der Ordner „GMail->All Mail“ ist ja dann wohl doch eine Nummer zu groß für Apples Mail, jedenfalls dauert bei mir der Aufbau der Liste mehrere Minuten. Aber immerhin, man braucht Apples Mail nicht mehr zu verlassen!

(Via MacTechNews.de gefunden.)

Äpfelchen für das iPhone

Aepfelchen im iPhone – Vorher
Aepfelchen im iPhone – Nachher

Zwar habe ich – noch – kein iPhone, aber ein paar ent-SIM-Lock-te Exemplare sind ja schon auf dem deutschen Markt unterwegs. Daher fand ich es eine gute Idee, mein Blog schon mal für das iPhone vorzubereiten. Das war dank eines frei verfügbaren WordPress-Plugins ohne Mühe zu erreichen: iWPhone ist schnell installiert, aktiviert und macht sogleich jedes WordPress-Blog auf dem iPhone wesentlich angepasster lesbar. Zwei Vorher-Nachher-Screenshots habe ich beigefügt. Die Screenshots (Shift-Apfel-4, Space – vergesse ich immer…) habe ich übrigens von einer Art Testumgebung für iPhone-Seiten auf dem Mac gemacht – iPhoney. iPhoney simuliert den iPhone „User-Agent“-Parameter – in PHP wäre das z.B. $_SERVER['HTTP_USER_AGENT'] – , also den Parameter des HTT-Protokolls, der den Browser auf der Client-Seite angeben soll, damit der Server für diesen Client optimierte Seiten ausgeben kann. Genau das tut nämlich das WordPress-Plugin iWPhone. Praktisch! Allerdings muss man den visuellen Stil seines Blogs, sofern vorhanden, dann nochmal nachbilden, indem man das zum Plugin gehörende Theme anpasst. (Gefunden via tuaw.com.)

EyeTV-Vorschlag: Intelligente Progammvorschau

Der Mac ist ein nicht nur ein perfekter Ersatz für Flimmerkiste und Videorekorder, sondern dem altmodischen Gespann auch haushoch überlegen – sofern man entsprechende Zusatzhard- und -software kauft. Seit März 2007 benutze ich einen TV-Stick für DVB-T und die Software EyeTV von Elgato Systems und bin sehr zufrieden. Es macht Spaß, in der Programmvorschau herumzustöbern und Filme mit einem Klick zu programmieren. Oder die aktuelle Nachrichtensendung, die man gerade live guckt, kurz zurückzuspulen, um sich ein Zitat nochmal anzuhören, und dann einfach leicht zeitversetzt weiterzuschauen. Einziger Nachteil: In kurzer Zeit staut sich eine riesige Bibliothek von Noch-Nicht-Gegucktem auf und verstopft die Festplatte.

Das ganze Konzept ist für mich die perfekte Lösung für das Problem, dass immer dann, wenn ich mal was im Fernsehen schauen will, nur Schrott läuft („Nennen Sie ein Tier mit H, um diese Kiste Geldscheine zu gewinnen“). Allein das wäre die Anschaffung eines iMac wert gewesen.

Ein paar kleine Mängel gibt es an der Software, z.B. die m.E. unglückliche Regelung der Lautstärke per Fernbedienung, bei der man die Systemlautstärke und den eigenen Regler von EyeTV irgendwie „gemischt“ bedient. Oder Message-Boxen von anderen Programmen, die aufpoppen und dann trotz „Vollbild“ einfach vor dem Bild stehen bleiben, nicht mit der Fernbedienung wegklicken lassen – so dass sich ein Couchpotatoe erheben muss. Einmal hat die Software hat sich auch „verschluckt“ und wollte nicht mehr starten, bis ich dann kurzerhand die com.elgato.eyetv.plist in ~/Library/Preferences gelöscht habe (danach musste ich die Anmeldung und Grundeinstellungen wiederholen, aber das Problem war gelöst).

Aber alles in allem erfüllt die Software elegant, intuitiv und einfach ihren Zweck. Auch nach monatelangem Gebrauch wünsche ich mir nicht viele Verbesserungen. Im Moment sogar nur eine. Ich habe diesen Wunsch heute beim EyeTV-Vorschlags-Service eingereicht und zwar so:

Hallo,

erstmal: EyeTV ist klasse! Nach monatelanger Nutzung fehlt mir vor allem eine Funktion, die das immer wiederkehrende Durchsuchen der neuen Programmhinweise im EPG deutlich erleichtern würde: Die Suche im EPG sollte als „intelligente Programmvorschau“ abspeicherbar sein und sich automatisch aktualisieren, d.h. immer auf die aktuellen EPG-Infos beziehen. Gut wäre dabei, wenn die Suche auch ODER-Verknüpfungen zuließe. Es sollten mehrere, frei benennbare „Suchen“ abspeicherbar sein. So könnte man sich z.B. „Alle Filme mit meinen Lieblingsstars“ oder „Alles über Ufos, Exoplaneten, Außerirdische etc.“ als Suchlisten anlegen.

Können Sie das bitte einbauen?

PS: Ich habe den Vorschlag als „offenen Brief“ auch hier eingestellt.

Neu ist die Idee ja nicht, sondern zum Glück bei Apple-Software weit verbreitet, z.B. im Finder als „intelligente Ordner“ und in iTunes als „intelligente Wiedergabeliste“, auch im Adressbuch, Mail usw. – das ist eine tolle Funktion, die in KEINER Software fehlen sollte. Ich empfehle, die Funktion bei Elgato anzufordern, wenn Ihr, die geneigten Leser, sie auch vermisst. Vielleicht funktioniert es ja. Wer ist dafür?

Mein iPhone im Orbit

PDA-iPhone
iPhone im Orbit in meiner Hand

Mein iPhone ist schon da, siehe Bild. Natürlich nur ein Wunschtraum, aber ein ziemlich realer, denn in Wirklichkeit ist es ein O2 XDA Orbit, den ich mir zulegen „musste“, um endlich meine Daten vom iMac at home und vom PC at work wieder synchronisieren zu können. Mit „Missing Sync“ (rund 40$) klappt das auch perfekt und umfangreicher, als ich es von ActiveSync gewohnt bin (z.B. mit Synchronisation einer iTunes-Playlist, einer iPhoto-Integration in beiden Richtungen und Synchronisation beliebiger Ordner).

Auf dem Orbit läuft das „Windows-Mobil“ 5, das einen Benutzer durch undurchdachte Software und winzigste Icons in Richtung Verzweiflung treiben kann, wenn man nicht durch jahrelange Benutzung der Vorgängerversionen entsprechend abgestumpft wäre. Für mich ist das eine Übergangslösung, bis das iPhone auf den deutschen Markt kommt, aber dann bitte in einer Ausbaustufe, die ein GPS-Navigationssystem integriert – denn das bietet der „Orbit“ schon und das ist echt schön. TomTom Navigator 6 liegt bei und diese Software ist sehr gut zu bedienen und kein Vergleich zu dem vermurksten Betriebssystem „darunter“. Mal abgesehen von Windows ist der Orbit das lang ersehnte Eiwosa-Gerät, dass bei mir alle anderen mobilen Geräte ablöst, d.h. Handy und PDA, dazu noch Kamera und Navi, alles in der Hosentasche. Ok, die Kamera könnte besser sein, aber für die Hosentasche reicht es.

Der iPhone-abkupfernde Launcher (.exe) funktioniert übrigens so wie man denkt und ist konfigurierbar. Anleitung hier. Woran man mal wieder sieht, dass es ganz einfache Maßnahmen sind, die Freude machen, z.B. ein schwarzer Hintergrund und Icons, die man mit den Finger auch halbwegs treffen kann.